3 Dinge von denen Du nicht wusstest, dass sie wichtig für den Kredit an Dein Unternehmen sind

3 Dinge von denen Du nicht wusstest, dass sie wichtig für den Kredit an Dein Unternehmen sind3 min Lesezeit

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Im Zuge der Geschäftsplanung (oder Gründung) kommst Du irgendwann an den Punkt, an dem es um die Frage der Finanzierung geht. Schnell kommen die Optionen auf den Tisch: mehr Geld in die Firma bringen, sparen, Kredit beschaffen oder leasen. 
Das sind im Regelfall die Optionen, die kleinen Unternehmen zur Verfügung stehen. Nicht selten überlegt man dann, was man alles für einen Kredit bei einer Bank tun muss.

Die offensichtlichen Voraussetzungen für einen Kredit

Wenn Du drei Artikel zum Thema liest, dann wirst Du schnell wissen, dass Du für die Bank die Jahresabschlüsse der letzten Jahre vorlegen musst. Dazu kommen, eine aktuelle betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA), eine klare Vorstellung bzw. ein Konzept inklusive Wirtschaftlichkeitsplanung und mögliche Sicherheiten. Aber was sind eigentlich die Dinge, die nicht so offensichtlich sind? Die aber trotzdem den Kredit für Dein kleines Unternehmen maßgeblich beeinflussen.

Die 3 unbekannteren Faktoren, die den Kredit beeinflussen

1. Crefo-Index

Was die SCHUFA für die Privatperson ist, ist die Creditreform für Unternehmen. Die meisten kennen die Creditreform als Inkassounternehmen. Allerdings sammeln sie auch eine ganze Menge bonitätsrelevanter Daten. Diese stellen sie zum Beispiel Banken (aber auch jedem anderen, der Mitglied wird) als sogenannten Crefo-Index zur Verfügung.
Das ist ein Wert auf einer Skala von 100 bis 600 (quasi Schulnotensystem von 1 bis 6), der die Bonität angibt. Dazu werden etliche Faktoren wie Unternehmensalter, Bilanzdaten, Zahlungsverhalten, Branche und viele mehr zusammen getragen. Daraus leitet man dann die Ausfallwahrscheinlichkeit ab und sortiert sie auf der angesprochenen Skala ein.

2. maschinelles Verlaufsscoring der Bank

Die Hausbank des Unternehmers oder Unternehmens führt für die Kreditvergabe ein sogenanntes Rating oder Scoring durch. Dazu benötigt man die bereits angesprochenen offensichtlichen Sachen.
Was viele allerdings nicht wissen, ist, dass auch das normale Kontoverhalten eines Unternehmens in regelmäßigen Abständen von der Bank statistisch und vollautomatisch ausgewertet wird. Dazu zählen Größen wie durchschnittliches Guthaben, Eingänge und Ausgänge pro Monat, Lastschriftrückläufer (sowohl die selbst gezogenen, als auch die selbst bezahlten), Art der Umsätze und noch ein paar Faktoren mehr. 
Es kann also sein, dass alles an einem Projekt stimmt, aber weil in den letzten drei Monaten eine Lastschrift mangels Deckung zurück gebucht wurde, wird kein Kredit vor allem an kleinere Unternehmen gewährt.

3. Beziehung zum Banker

Viele kleine Unternehmen und Selbstständige gehen nach der Kontoeröffnung erst wieder zur Bank, wenn Sie Kredit brauchen. Manchmal vergehen 3 oder 4 Jahre zwischen zwei Meetings. Dabei gibt es ein Problem, das vor allem bei kleinen Unternehmen auftritt. Normalerweise hat jeder Banker einen gewissen Handlungsspielraum was die Vergabe von Krediten angeht. Es kann also durchaus sein, dass 5.000,- Euro  oder 10.000 Euro, vielleicht sogar 20.000,- Euro möglich sind, nur weil der Banker dem Geschäft vertraut und den Unternehmer für vernünftig hält. Dieses Vertrauen und die Kenntnis über das Geschäft kann sich aber nicht entwicklen, wenn mich mein Banker nicht kennt.

Als, zugegeben sehr weicher, Faktor wird die Beziehung zum Banker sehr häufig von Selbstständigen und Inhabern von kleinen Unternehmen unterschätzt. Es gibt jedoch einen Grund, warum mittelständische Unternehmen regelmäßig ihre Zahlen an die Bank schicken und Jahresgespräche vereinbaren, selbst, wenn sie derzeit keinen Kredit benötigen. Der Grund ist, dass der Banker auch wissen will, ob ein Unternehmen gesund ist, für den Tag an dem er einen Kredit vergeben soll.

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